Graphitplatten
- In Brennstoffzellen und Elektrolyseuren erfüllen Graphitplatten entscheidende mechanische und elektrische Funktionen. Man unterscheidet dabei zwischen ihrer Rolle als Bipolarplatten innerhalb des Stacks und als Endplatten an dessen Abschluss.
- Bipolarplatten trennen die einzelnen Zellen voneinander und verbinden sie gleichzeitig elektrisch in Reihe.
GP-25-02-REF-MP
für 25 cm² EC Zelle mit Serpentinenflussfeld und Referenzelektrode
Preis auf Anfrage
- Medienverteilung (Flow-Field): In die Graphitplatten sind feine Kanäle (Strömungsfelder) eingefräst oder gepresst. Diese leiten die Reaktionsgase (Wasserstoff/Sauerstoff) oder das Wasser präzise zur Membran und führen Reaktionsprodukte wie Wasser oder Wärme ab.
- Elektrische Leitfähigkeit: Graphit dient als effizienter elektrischer Leiter, der die in den Zellen erzeugten Elektronen mit minimalem Widerstand weitertransportiert.
- Korrosionsbeständigkeit: Im Gegensatz zu Metallplatten sind graphitische Platten extrem resistent gegen das chemisch aggressive Milieu (Säuren/Feuchtigkeit) im Inneren der Zelle. Das macht sie besonders langlebig und wartungsarm.
- In der PEM-Elektrolyse werden Graphitplatten zunehmend als kostengünstige und robuste Alternative zu teuren, beschichteten Titanplatten erforscht und eingesetzt. Sie ermöglichen eine effiziente Stromführung bei der Wasserspaltung und tragen dazu bei, die Systemkosten für die Produktion von grünem Wasserstoff im Jahr 2026 weiter zu senken.
Vorteile von Graphit zusammengefasst:
- Chemisch inert: Keine Korrosion bei Kontakt mit Prozessmedien.
- Geringes Gewicht: Vorteilhaft für mobile Anwendungen.
- Wärmeleitfähigkeit: Unterstützt ein effektives Temperaturmanagement im Stack.